Das Projekt

 

„Willkommen in Bremen“ ist der Titel und Leitgedanke eines Buchprojektes, mit dem jeder in Bremen ankommende geflüchtete Mensch begrüßt werden soll. Es versteht sich als Einladung, sich in unserer Stadt wohl zu fühlen, unsere Sprache zu erlernen und hier ein neues Zuhause zu finden.

 

Bei der Ankunft in den Notunterkünften oder Übergangswohnheimen erhält jeder Neuankömmling das kleine Buch mit der Geschichte der Bremer Stadtmusikanten.

Der Text ist in einfachem Deutsch geschrieben sowie in vier Fremdsprachen übersetzt, Englisch, Arabisch, Russisch und Albanisch. Für die Kinder sind Buntstifte beigelegt.

Damit ist das Buch zugleich Vorlesebuch, Deutschlernbuch, Bilder- und Malbuch und stellt einen ersten Bezug zu Bremen her.

Die vielen ehrenamtlichen Helfer in den Einrichtungen können das Buch darüber hinaus als erstes Arbeitsmittel für Deutschstunden und in der Kinderbetreuung nutzen.

 

Die über 200 Jahre alte Geschichte der Brüder Grimm von vier geschundenen Tieren, die sich auf den Weg nach Bremen machen, um eine bessere Zukunft zu suchen, enthält vielfältige Parallelen zu den Situationen der geflüchteten Menschen. 

Der erfolgreiche Zusammenschluss der Tiere, über alle Verschiedenheiten hinweg, ist wesentliches Merkmal der Geschichte. Die Katze lässt es zu, dass der Hahn auf ihrem Rücken steht, Hund und Katze tafeln einvernehmlich am Tisch und der Esel hält auf dem Misthaufen Wache. Am Ende gelingt es den vier Tieren durch ihren Zusammenhalt sogar, eine Räuberbande zu verjagen. 

 

Auf dieser Internetseite soll Zusatzmaterial  bereitgestellt werden, das einen möglichst umfassenden, vielseitigen und vor allem nachhaltigen Einsatz des Buches „Willkommen in Bremen“ ermöglicht. Die Lernmaterialien verstehen sich nicht als „Lehrwerk“, sondern als Anregungen und Hilfestellungen für den Sprachunterricht von Ehrenamtlichen in den Notunterkünften und Übergangswohnheimen.

 

Sowohl das Buch als auch die Internetseite sind ausschließlich von Ehrenamtlichen erstellt worden. Der Druck und der Kauf von Buntstiften wurden aus Spenden finanziert. 

Allen Helfern sei hier herzlich gedankt.